Das Prinzip
Bei diesem Ernährungsmodell wird zwischen „guten“ und „schlechten“ Kohlenhydraten unterschieden. Die Einteilung in „gute“ und „schlechte“ Kohlenhydrate erfolgt anhand des glykämischen Index (GI). Dieser Index gibt an, wie hoch die Insulinausschüttung nach dem Konsum eines kohlenhydrathaltigen Lebensmittels ist. Glukose (Traubenzucker) dient als Referenzwert mit einem glykämischen Index von 100.
Eine hohe Insulinausschüttung fördert die Entstehung von Übergewicht.
- ERLAUBT-geringer GI <50: weißes und rotes Fleisch, Eier, Fisch, Käse, Erdbeeren und Hülsenfrüchte
- NICHT ERLAUBT-hoher GI >50: Spaghetti, Bananen, Eis, Pizza, Kartoffeln, Zucker und Reis
Regeln
- Keine Kalorienberechnung der Lebensmittel
- Die Ursache für die Entstehung von Übergewicht ist die Qualität der Lebensmittel
- Was zählt ist der glykämische Index der Lebensmittel
- Erste Wahl sind Lebensmittel mit einem geringem glykämischen Index, die Quantität zählt dabei nicht
Studien: Eine Vielzahl von Studien konnte die Effektivität einer Diät mit geringem GI aufzeigen. Trotzdem weist der GI einige erhebliche Mängel auf:
- bewertet nur Kohlenhydratqualität, nicht die Quantität
- Lebensmittel immer nur einzeln betrachtet, Kombination fehlt
Fazit: Montignac konzentriert sich ausschließlich auf den glykämischen Index. Empfehlungen bezüglich der Makronährstoffverteilung (Eiweiß, Fette und Kohlenhydrate) würden die Qualität dieser Diät deutlich aufbessern. Dieses Ernährungsmodell kann trotz interessanter Ansätze nicht überzeugen, und daher nicht empfohlen werden.

