Durch sportliche Betätigung kann die Mineralstoffbilanz gestört werden, es kommt zu Unterversorgungen oder Funktionsstörungen. Viele physiologische Funktionen sind von Mineralien abhängig, das betrifft den osmotischen Druck, Nervenimpulsübertragungen, Muskelkontraktion oder die Funktion von Enzymen.
Bedarf
Mit der Zunahme der Nahrungszufuhr steigt die Zufuhr von Mineralien an, jedoch liegt hier kein Automatismus vor.
Hauptbestandteil des Schweißes
Natrium | 1800 mg/l |
Kalium | 173 mg/l |
Magnesium | 19 mg/l |
Die Auffassungen zur zusätzlichen Aufnahme von Mineralien und Vitaminen im Sport oder bei Stresssituationen sind unterschiedlich. In den USA gibt es eine große Neigung zur Versorgung mit Vitaminen, Spurenelementen und Mineralien über Nahrungsergänzungsmittel.
Das Problem liegt darin, dass es keine verbindlichen Empfehlungen gibt, welche Menge dieser Mikronährstoffe tatsächlich bei sportlicher Aktivität notwendig ist oder aufgenommen werden müsste.
Mineral | Tagesbedarf (Untrainiert) | Sportler | Minimale toxische Dosis |
Kochsalz (NaCl) | 8 g | 15 g | >100g |
Kalium | 2,5 g | 5 g | 12 g |
Kalzium | 1 g | 2 g | 12 g |
Phosphor | 1,2 g | 2,5 g | 12 g |
Magnesium | 400 mg | 600 mg | 6 g |
Eisen | 18 mg | 40 mg | >100 mg |
Zink | 15 mg | 25 mg | 500 mg |
Kupfer | 2 mg | 4 g | 100 mg |
Jod | 0,15 mg | 0,25 mg | 2 mg |
Selen | 70 μg | 100 μg | 1 mg |
Chrom | 100 μg | 200 μg | 2 mg |
Leistungsorientiertes Training führt zu einem erhöhten Schweißverlust, sodass ab etwa 12 Stunden Training pro Woche eine Supplementierung mit Mineralien gerechtfertigt sein kann.
Die Zufuhrempfehlungen für Untrainierte stammen von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), den Livelli di assunzione raccomandati di energia e nutrienti (LARN) und er amerikanischen Lebensmittelbehörde (RDA). Für Sportler werden nach verschiedenen Literaturangaben höhere Aufnahmen an Mineralstoffen empfohlen.

